2012/11 12er auf dem Stockumer Hofmarkt

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Am 20.11.2012 machten die Projektkurse "Gesundheit" von Frau Flasshaar und Frau Daume eine Exkursion zum Stockumer Hofmarkt,

der sich seit 1993 auf dem Hof der Familie Behmenburg in Unna-Stockum befindet. Viele Verbraucher kaufen  heute mit der Einstellung „hauptsache billig“ ihre Lebensmittel  bei den bekannten Discountern wie Netto, Lidl oder Aldi. Herrn Behmenburg Idee ist dagegen die Vermarktung von regionalen Produkten, die nicht unbedingt teuer sein müssen.  Angefangen hat er mit wenigen Produkten wie Wurst von eigenen Schweinen, Eiern, Gemüse und Kartoffeln. Beim Fleisch geht es Herrn Behmenburg um eine artgerechte Tierhaltung. In seinen selbstgebauten Außenställen haben die Schweine viel Platz, ausreichend Stroh und eine Hütte zum Verkriechen. Schweine und Hühner werden mit eigenem  Getreide und nicht mit Soja aus Brasilien gefüttert. Ein  konventionelles Hähnchen lebt in engen Ställen mit fünf  Hähnchen auf zwei Quadratmetern. Diese für die Fleischproduktion gezüchteten Hühner wachsen aufgrund von Medikamenten so schnell, dass Knochen und Gelenke mit dem Zuwachs der Muskelmasse nicht mehr mithalten können. Außerdem bekommen sie Antibiotika, da sich Krankheiten aufgrund der Enge rasch ausbreiten.  Während ein konventionelles Hähnchen nur 28 Tage alt wird, werden die bei ihm verkauften erst nach 40 Tagen geschlachtet. Natürlich muss ein Bauer, der pro Hähnchen nur 4-5 Cent verdient, auch an seinen Verdienst denken. Herr Behmenburg hat sich jedoch bewusst gegen die industrielle Produktionsweise entschieden. Neben seinen Tieren baut er auf seinem Land zwölf verschiedene Früchte (Möhre, Kartoffel, Klee, Weizen, Roggen, …) an. Würde er Mais anbauen, für den es wegen des Baus von vielen neuen Biogasanlagen eine große Nachfrage gibt, würde er ein höheres Einkommen haben. Er begründet seine Entscheidung damit, dass er die Fruchtbarkeit des Bodens langfristig erhalten möchte. Eine weitere nachhaltige Idee von Herrn Behmenburg ist seine Hofmosterei. Seine Apfelbäume stehen auf einer großen Obstwiese am Hang, auf der bisher 370 Apfelbäume von 42 verschiedenen Arten stehen. Aus diesen Äpfeln stellt er in seiner Mostanlage naturtrüben Apfelsaft her, der auch in einigen Schulen im Kreis Unna verkauft wird. Durch das Einführen von alten Sorten möchte er Allergien vorbeugen. Außerdem berichtet er, dass die alten Sorten einen höheren Ertrag an Saft bieten. So trägt er mit seinem selbst gepressten Apfelsaft ohne Zusatz von Zucker oder Konservierungsstoffen zu einer gesunden Ernährung bei.

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