2012 Chinaaustausch

  • Auf der großen Mauer
Im Jahr 2010 fand erstmals ein Besuch von Schülern der Longhsai Senior Middle School aus Ningbo, China statt.

Der Austausch wurde durch Herrn Wudong von der deutsch-chinesischen Gesellschaft angeregt und die Idee von der Gesamtschule Schwerte gerne aufgenommen. China ist bemüht, die eigenen jungen Menschen das Ausland besuchen zu lassen, und andererseits sollen viele junge Menschen ins Land kommen.
Insgesamt haben uns bei den zwei Begegnungen schon 56 junge Leute besucht. Sie lebten jeweils für eine Woche in den deutschen Gastfamilien, die drei Lehrer und die Dolmetscherin wurden im Hotel untergebracht. Während der Woche nahmen die Gäste viel am Schulalltag teil, außerdem gab es ein umfangreiches Ausflugsprogramm. Für viele war der Höhepunkt die Kanutour auf der Ruhr. Beim Abschied gab es herzzerreißende Szenen. Es waren etliche tiefe Freundschaften entstanden.
Die erste Gruppe der deutschen Kinder hat den Gegenbesuch leider schon hinter sich gebracht, für die zweite Gruppe geht es im Oktober 2012 nach Ningbo. Auch dort leben die Kinder eine Woche bei den Gastfamilien und lernen den chinesischen Familien und Schulalltag kennen, beides sehr unterschiedlich zu dem Leben in Deutschland.
Auch von Ningbo aus werden sicherlich wieder einige interessante Ausflüge unternommen. Z.B. gab es beim ersten Besuch eine interessante Fahrt raus aus der Stadt in das landwirtschaftlich geprägte Umland. Es wurden Mandarinen gepflückt, Zuckerrohr geschlagen und Fische gefangen.
Natürlich werden beim Besuch in China auch die weltberühmten Sehenswürdigkeiten besucht. Zu diesem Zweck schließt sich nach dem Aufenthalt an der Schule eine einwöchige Rundreise u.a. in die Städte Peking und Shanghai mit allen Highlights an. Den größten Eindruck hinterlässt sicherlich der Besuch der Großen Mauer.
Das Interesse, am Austausch teilzunehmen, war bei den deutschen Schülern so groß, dass leider eine erhebliche Anzahl Pech beim Losen hatte und nicht mitmachen konnte.
Die Erlebnisse und Eindrücke sind einmalig, so dass zu wünschen ist, dass der Austausch trotz des erheblichen finanziellen Aufwandes fortgesetzt wird.

Nach traenenreichem Abschied von den Gastfamilien, vollgepackt mit Geschenken, ging es am 1.11. mit einem Bus Richtung Shanghai. Was fuer eine Stadt! Die Skyline ist umwerfend, jedes moderne Hochhaus ist ein Kunstwerk. Wir fuhren bis zum 88. Stockwerk eines Wolkenkratzers und konnten die riesige Metropole- Shanghai ist mit ca. 23 Mill. Einwohnern die zweitgroesste Stadt Chinas - von oben sehen. Den Anblick werden wir nie vergessen.
Die sich anschliessende 14 stuendige Zugfahrt nach Xi-An in der Nacht war ein grosser Spass. In kleinen 4er Abteilen liessen wir uns in den Schlaf schaukeln, um uns gleich am naechsten Morgen ausgeruht die Terrakotta- Armee in Xi-An anzusehen. Das war ein ueberwaeltigender Anblick: In Reih und Glied stehen tausende Tonsoldaten und bewachen das Grab des Kaisers, der sie sich vor 2200 Jahren als Grabbeigabe hat bauen lassen. Ein grosser Teil der Figuren ist noch vergraben. Nach einer ausfuehrlichen Dusche und einer Nacht in einem richtigen Bett, fuhren wir am naechsten Morgen mit Fahrraedern ueber die 14km lange Stadtmauer von Xi-An. Anschliessend ging es ins Moslemviertel zum Shoppen, ein riesiges Vergnuegen. Es wurde gehandelt, bis es nicht mehr ging.
Es folgte wieder eine Nacht im Zug. Das Ziel war Peking. Hier hatte es kraeftig geschneit und der Wind pfiff eisig ueber den riesigen Platz des Himmlischen Friedens und durch die Verbotene Stadt -unsere Ziele am fruehen Morgen. Am Nachmittag besichtigten wir den Himmelstempel, der uns wegen seiner blauen Daecher und seiner schoenen Lage besonders gut gefiel.
Doch der eigentliche Hoehepunkt Pekings, die Grosse Mauer, wartete noch auf uns. Der geplante grosse Aufstieg musste verkuerzt werden, weil durch den Schneefall nur ein ganz kleiner Teil zugaenglich war. Der fuer diese Jahreszeit aeusserst seltene Anblick der weissen Landschaft, bei blauem Himmel und Sonnenschein, hat den verkuerzten Aufstieg zu einem besonderen Erlebnis gemacht. Wir lernten hier, dass derselbe Kaiser, der die Terrakotta- Armee hat anfertigen, auch die Chinesische Mauer hat bauen lassen.
Morgen ist unsere Studienfahrt vorbei. Wir sind rundum gluecklich, sie war ein wunderbares Erlebnis. China ist wirklich eine Reise wert.
Natuerlich freuen sich alle Schuelerinnen und Schueler und auch Frau Dahlmann und Frau Kordel auf Zuhause und auf deutsches Essen ohne Staebchen.

  • Ein bequemes Abteil
  • Gruppenbild
  • Auf der großen Mauer

Fotos aus 2011 :

  • Straßenküche
  • Klassenraum
  • Shanghai
  • Die große Mauer
  • Pagode
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